Gehalt
Die vergleichsweise guten Berufschancen zeigen sich auch an den möglichen Gehältern. Obwohl das Gehaltsniveau in der Medienbranche insgesamt eher niedrig ist, verdienen Einsteigerinnen und Einsteiger ca. 35.000 bis 38.000 Euro im Jahr. Mit Berufserfahrung sind Gehälter von 50.000 Euro üblich, in Spitzenpositionen können die Fachkräfte sogar deutlich mehrverdienen.
Das konkrete Gehalt ist jedoch von vielen Einflussfaktoren abhängig. Während der Unterschied zwischen Bachelor- und Masterabschluss relativ unbedeutend ist, sind es die Unternehmensgröße und die Branche nicht. So verdienen Absolventinnen und Absolventen bei großen Arbeitgebern deutlich mehr und können bereits Einstiegsgehälter von ca. 45.000 Euro erzielen. Beim Fernsehen verdienen sie ebenfalls etwas mehr, während kleine Regionalzeitungen und teilweise auch Radiostationen eher niedrige Gehälter zahlen. In großen Werbeagenturen sind individuell sehr gute Gehälter verhandelbar.
Arbeitsgestaltung
Medienwirtschaft und Medienmanagement umreißen ein Berufsfeld, das deutlich andere Ansprüche an die Fachkräfte stellt als der Journalismus. Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten am Produkt Medien, setzen dabei den Schwerpunkt jedoch nicht im Inhalt, sondern in der Vermarktung. Ihre Aufgabe ist es, Reichweite zu erzielen und diese Reichweite in Werbeeinnahmen umzuwandeln. Daraus resultiert eine anspruchsvolle Aufgabe, die sehr facettenreich ist. Medienwirtschafts-spezialistinnen und -spezialisten analysieren den wirtschaftlichen Ist-Zustand, starten Leserbefragungen, suchen die Zielgruppe ihres Mediums, richten dieses konzeptionell neu aus, bringen Werbekampagnen ins Rollen und gewinnen Werbe- und Kooperationspartner. Über dieser strategischen Arbeit stehen die Finanzierung und der Finanzbedarf. Somit stehen Medienmanagerinnen und Medienmanager an der Schnittstelle zwischen Inhalt, Reichweite und Einnahmen. Ihre Aufgabe ist es, durch konzeptionelle Arbeit am Produkt den wirtschaftlichen Erfolg des Mediums zu steigern.
In der Medienbranche gelten grundsätzlich geregelte Arbeitszeiten. Dennoch können Absolventinnen und Absolventen angehalten sein, in den Abendstunden anwesend zu sein oder vereinzelt Wochenendarbeit zu akzeptieren. Überstunden sind ebenfalls möglich. Auch Dienstreisen zu Kooperationspartnern können immer wieder auf der Aufgabenliste stehen. Der Vorteil am Beruf ist jedoch, dass die Fachkräfte anders als Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit häufiger als Nine-to-five-Job gestalten können.
Ablauf und Dauer des Fernstudiengangs Medienwirtschaft & Medienmanagement
Das Fernstudium Bachelor Medienwirtschaft & Medienmanagement ist grundsätzlich auf sieben Semester ausgerichtet. Es besteht die Möglichkeit, den Abschluss bereits nach sechs Semestern zu erhalten oder die Studienzeit - in der Regel kostenlos - auf 72 Monate zu strecken. Auf diese Weise können die Studierenden die Studiendauer ihrer Lerngeschwindigkeit anpassen oder das Studium berufsbegleitend absolvieren.
Die Inhalte sind modular aufgebaut. Das heißt, die Themen werden in Blöcken, den Modulen, angeboten und fachlich sinnvoll zusammengefasst. Anfangs ist das Studium relativ strikt organisiert, später haben die Studierenden mehr und mehr Wahlmöglichkeiten. Die Inhalte vermitteln die Fernhochschulen in Form von Arbeitsmappen, Webinaren oder Online-Seminaren. Zwischen den Semestern müssen die Studierenden Klausuren oder Prüfungen in den Räumen der Fernhochschule absolvieren. Das gilt auch für die Abschlussprüfungen im Anschluss an die Bachelor-Thesis. Entsprechend beinhaltet das Fernstudium regelmäßig Präsenszeiten, auf die sich die Studierenden einstellten sollten. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Fernstudiums verleiht die die Fernhochschule den Absolventinnen und Absolventen den akademischen Grad eines Bachelor of Arts (B.A.).
Tipp: In der Medienbranche haben die Absolventinnen und Absolventen deutliche Vorteile, die über möglichst viele große Praxiserfahrung verfügen. Daher sollten die Studierenden mehrere Praktika bei verschiedenen Medien absolvieren.