Gehalt
Es gibt kaum eine Branche, in der das Gehaltsgefüge so heterogen ausgeprägt ist wie im Grafikdesign. Die Einstiegsgehälter in diesem Tätigkeitsfeld beginnen bei ca. 1.800 Euro und reichen bis zu 3.000 Euro monatlich. Mit steigender Berufserfahrung ändert sich die enorme Spanne kaum. Am oberen Ende sind immerhin Gehälter bis 4.000 Euro monatlich möglich. In Führungspositionen, als Creative Director oder Art Director können diese Kreativen sogar bis zu 5.000 im Monat Euro verdienen. Top-Agenturen zahlen im individuellen Einzelfall auch deutlich höhere Gehälter.
Die tatsächliche Bezahlung hängt sehr stark vom Arbeitgeber und seiner Größe ab. Je größer ein Unternehmen, desto besser wird es tendenziell bezahlen. Bei Werbe- oder Grafikagenturen spielt die Marktpräsenz ebenfalls eine wichtige Rolle. Eine mittlere Agentur mit Top-kunden kann ggf. mehr zahlen als eine große Agentur. Als Freiberufler sind die Grafikdesignerinnen und Grafikdesigner selbst für ihr Einkommen verantwortlich. Unabhängig von den Preisen erfordert eine gute Auftragslage dabei zumindest ein Minimum an aktiver Akquise.
Arbeitsgestaltung
Der Schwerpunkt der Arbeit von Grafikdesignerinnen und Grafikdesignern liegt im kreativen Schaffen. Sie kommen dabei mit unterschiedlichen Medien, Zielen, Gestaltungsmitteln und Vorgaben in Berührung. Daraus ergeben sich immer neue Aufgaben, die eine äußerst kreative und schöpferische Herangehensweise erfordern. Die Absolventinnen und Absolventen sind daher fachlich gefordert, sehen sich aber einer sehr abwechslungsreichen Tätigkeit gegenüber.
Als Allround-Fachkraft für das kreative Gestalten sind sie in vielen Branchen und innerhalb von Agenturen oder Abteilungen auf verschiedenen Positionen einsetzbar. Sie gestalten Werbemittel, haben Kampagnen zu verantworten, entwickeln moderne Screen-Designs oder optimieren die Corporate Identity eines Unternehmens. In leitenden Positionen kommt der Austausch mit Kollegen und Kunden hinzu, was neue Fähigkeiten verlangt, aber die Arbeit noch interessanter und abwechslungsreicher werden lässt.
Nicht zuletzt können die Absolventinnen und Absolventen ihre im Fernstudium Bachelor Grafik und Design erworbenen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse und Managementfähigkeiten nutzen, um führende Positionen zu bekleiden oder Projekte erfolgreich zu entwickeln und zu begleiten. Dabei spielt stets die Reflexion des Zusammenspiels aus wissenschaftlichem Kenntnisstand, der Kundenkampagne sowie der Wirkung auf die Zielgruppe eine bedeutende Rolle. Auf diese Weise können sie Ziele definieren, das richtige gestalterische Mittel einsetzen und Erfolge kontrollieren.
Grafikdesign kennt keine geregelten Arbeitszeiten. Häufig geben Projekte den erforderlichen Arbeitseinsatz vor, sodass es immer wieder zu Überstunden sowie Arbeiten am Abend oder Wochenende kommt. Speziell in den leitenden Positionen, für die Absolventinnen und Absolventen des Fernstudiengangs besonders qualifiziert sind, ist spätestens in abschließenden Projektphasen mit einer erheblichen Mehrbelastung zu rechnen.
Ablauf und Dauer des Fernstudiengangs Grafik und Design (Grafikdesign)
Das Fernstudium Bachelor Grafik und Design dauert sieben Semester, die bei den meisten Anbietern zu den regulären Sommersemestern (April) oder Wintersemestern (Oktober) beginnen. Bei Bedarf können die Studierenden die Dauer um vier Semester kostenlos verlängern. Diese Regelung ist insbesondere für Berufstätige interessant, die das Studium berufsbegleitend absolvieren möchten.
Achtung: In der Regel beinhalten diese Fernstudiengänge einen vergleichsweise großen Anteil von Präsenzseminaren. Diese finden meistens am Wochenende oder in Blöcken über mehrere Tage statt. Diese Präsentseminare sind verpflichtender Bestandteil des Studiums.
Die Studierenden lernen im Selbststudium, indem sie bereitgestellte Materialien durcharbeiten, an Online-Seminaren teilnehmen und immer wieder die dabei gewonnenen theoretischen Erkenntnisse in praktischen Übungen nachvollziehen. Am Ende der Semester warten Klausuren, Prüfungen oder praktische Arbeiten. Diese müssen die Studierenden jeweils in den Räumen der Fernhochschule absolvieren bzw. leisten. Das gilt auch für die Abschlussprüfungen, die sich an die Bachelor-Arbeit bzw. praktische Abschlussarbeit anschließen. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen dürfen den Titel Bachelor of Arts (B.A.) führen.